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Integrierte Klimaschutzkonzepte

Was ist ein integriertes Klimaschutzkonzept?

Integrierte Klimaschutzkonzepte bilden die strategische Grundlage für die systematische Reduktion von Treibhausgasemissionen einer Kommune, eines Unternehmens oder einer Institution. Sie dienen dazu, die Ausgangssituation zu analysieren, realistische Minderungsziele zu definieren und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung zu entwickeln. Gleichzeitig schaffen sie eine belastbare Entscheidungsgrundlage.

Im Rahmen eines Erstvorhabens wird ein integriertes Klimaschutzkonzept erstmalig erstellt. Dabei werden die Ausgangssituation erfasst, Potenziale identifiziert und eine langfristige Klimaschutzstrategie entwickelt.

Bei der Fortschreibung eines integrierten Klimaschutzkonzepts wird ein bestehendes Konzept aktualisiert und an neue gesetzliche, politische und fachliche Rahmenbedingungen angepasst. Dabei werden der bisherige Umsetzungsstand und erzielte Fortschritte bewertet, Ziele überprüft und Maßnahmen bei Bedarf neu ausgerichtet oder weiterentwickelt.

Was beinhaltet ein integriertes Klimaschutzkonzept?

Als Planungsinstrument werden alle relevanten Handlungsfelder erfasst, um so den Energieverbrauch sowie teilweise ergänzende Aktivitäten und die damit verbundenen Treibhausgas (THG)-Emissionen dauerhaft und wirksam zu senken. Ein integriertes Klimaschutzkonzept umfasst insbesondere folgende Bausteine:

  • Ist-Analyse
    Qualitative Ist-Analyse, Energie- und THG-Bilanz nach BISKO bzw. nach GHG Protocol

  • Potenzialanalyse & Szenarienentwicklung
    Energieeinsparpotenziale, Potenziale zum Ausbau erneuerbarer Energien, Entwicklung von Zielpfaden und Szenarien

  • Akteursbeteiligung
    Workshops und weitere Beteiligungsformate

  • Maßnahmenkatalog
    Entwicklung konkreter Klimaschutzmaßnahmen, Beschreibung von u. a. Handlungsfeld, Zielgruppe, Abschätzung Energie- und THG-Einsparung, Erfolgsindikatoren, Prioritäten

  • Controllingkonzept
    Festlegung geeigneter Monitoring- und Bewertungsinstrumente, Überprüfung der Zielerreichung

  • Verstetigungsstrategie
    Sicherung der langfristigen Umsetzung, Verankerung in Verwaltung und Politik

  • Kommunikationsstrategie
    Information und Sensibilisierung relevanter Zielgruppen, Öffentlichkeitsarbeit und Beteiligungsprozesse

Hierbei unterscheiden sich einzelne Arbeitsschritte je nach Ausgangssituation:

Bei der Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts werden die Ist-Analyse, die Energie- und THG-Bilanz sowie der Maßnahmenkatalog erstmals umfassend erarbeitet. Eine langfristige Klimaschutzstrategie wird erstellt.

Bei der Fortschreibung eines integrierten Klimaschutzkonzepts werden die bestehenden Analysen und Bilanzdaten aktualisiert. Darüber hinaus wird der Umsetzungsstand des Maßnahmenkatalogs bewertet und die Zielerreichung überprüft. Bestehende Maßnahmen werden angepasst, weiterentwickelt oder durch neue Maßnahmen ergänzt, um aktuellen Anforderungen und Rahmenbedingungen gerecht zu werden.

Die dargestellten Bestandteile eines Klimaschutzkonzepts können je nach Anforderungen des jeweiligen Förderantrags sowie vorhandenen Kompetenzen und Ressourcen der Auftraggebenden variieren. Einzelne Bausteine sind daher optional und werden projektspezifisch abgestimmt.

Wie sind die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Klimaschutzkonzept?

Nach den Erfahrungen von beks hängt die Wirksamkeit von Klimaschutzkonzepten maßgeblich davon ab, wie gut es in bestehende kommunale Strukturen integriert und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Nur wenn Klimaschutz als Querschnittsaufgabe verstanden und dauerhaft verankert wird, kann Klimaschutz erfolgreich umgesetzt werden.

Eine zentrale Voraussetzung ist eine belastbare Datenbasis, die eine realistische Einschätzung der Ausgangssituation ermöglicht. Ebenso wichtig ist die frühzeitige Einbindung relevanter Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um lokale Potenziale zu identifizieren und Akzeptanz für die Umsetzung zu schaffen sowie eine klare organisatorische Verankerung innerhalb der Verwaltung.

Wie sind die Kosten und Fördermöglichkeiten?

Die Kosten für die Erstellung oder Fortschreibung eines integrierten Klimaschutzkonzepts hängen von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von der Größe der Kommune und dem Umfang der Betrachtung. Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gibt es eine öffentliche Förderung sowohl für die Erstellung als auch für die Fortschreibung von Klimaschutzkonzepten. Diese kann einen erheblichen Anteil der Kosten abdecken. Die jeweiligen Förderbedingungen und Anforderungen sind im Einzelfall zu prüfen.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit beks konkret ab?

Vor Projektbeginn wird in der Regel festgelegt, welche Bausteine des Klimaschutzkonzepts bearbeitet werden sollen. Im weiteren Projektverlauf können bei Bedarf sowie entsprechender Abstimmung zusätzliche Leistungen ergänzt werden.

Zu Beginn werden die Projektziele, der Bilanzierungsrahmen sowie die verfügbaren Daten und Informationsquellen abgestimmt. Nach der Datenerhebung werden diese umfassend durch beks geprüft und ausgewertet. Auf dieser Grundlage erfolgt die Erstellung oder Aktualisierung der Energie- und THG-Bilanz Auftraggebende erhalten eine nachvollziehbar dokumentierte Bilanz inklusive Erläuterung der Ergebnisse und wesentlichen Erkenntnisse.

Aufbauend auf der Ist-Analyse werden Energieeinsparpotenziale sowie Potenziale zum Ausbau erneuerbarer Energien untersucht. Szenarien und Zielpfade werden entwickelt, die mögliche Entwicklungen aufzeigen.

Die Einbindung relevanter Akteure erfolgt über geeignete Beteiligungsformate, beispielsweise Workshops oder Ideen-Karten. Lokales Wissen, praktische Erfahrungen sowie unterschiedliche Perspektiven werden somit in den Prozess integriert. Gemeinsam mit den relevanten Akteuren werden konkrete Maßnahmen erarbeitet sowie priorisiert. Anschließend wird ein Maßnahmenkatalog erstellt, der unter anderem Zielgruppen, Erfolgsindikatoren sowie geschätzte Energie- und THG-Einsparungen beschreibt. Auf Wunsch unterstützt beks auch bei der Ableitung konkreter Maßnahmen und deren Kommunikation gegenüber (politischer) Gremien, Verwaltungsleitung bzw. Geschäftsführung, Öffentlichkeit oder weiteren Stakeholdern.

Ergänzend unterstützt beks das Klimaschutzmanagement im Rahmen der professionellen Prozessunterstützung. Dazu gehören insbesondere die Vorbereitung, Moderation und Nachbereitung von Workshops sowie die Beratung zur Verankerung des Klimaschutzes in der Organisation. Dabei steht stets die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund, um langfristig eigenständige Strukturen aufzubauen. Genaue Inhalte der Prozessunterstützung werden zu Beginn einer Zusammenarbeit festgelegt.

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Ihre Ansprechpartnerin
Katharina Brabender

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