Energieversorgungskonzepte
Was ist ein Energieversorgungskonzept?
Ein Energieversorgungskonzept beschreibt, wie ein Gebäude, ein Quartier, ein Gewerbestandort oder eine ganze Kommune künftig mit Wärme, Kälte und Strom versorgt werden kann. Der Fokus liegt dabei auf der Erzeugung und Verteilung von Energie (Anlagentechnik, Netze, Energieträger). Möglich ist es für den Bestand genauso wie für den Neubau.
Es wird analysiert, welche Energiequellen und Technologien eingesetzt werden können, wie hoch der Bedarf ist und welche der beschriebenen Variante technisch, wirtschaftlich und ökologisch am sinnvollsten ist. Ziel ist es, eine Entscheidungsgrundlage für eine mögliche künftige Energieversorgung darzustellen.
Wie sieht ein Energieversorgungskonzept aus?
Ein Energieversorgungskonzept besteht aus folgenden Bestandteilen:
Bestands- und Bedarfsanalyse: Es wird analysiert wie viel Wärme, Kälte und Strom benötigt wird – aktuell und in Zukunft
Potenzialanalyse: Hier wird geprüft, welche Energiequellen zur Verfügung stehen und welche Versorgungsvarianten möglich sind, um den Bedarf zu decken.
Technischer Vergleich: Die zuvor entwickelten Varianten werden verglichen. Je nach Zielsetzung werden beispielsweise der Einsatz erneuerbarer Energien (Photovoltaik, Biomasse), verschiedene Wärmepumpen, die Nutzung einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage, Installation einer Absorptionskälteanlage oder die Versorgung über ein Nahwärmenetz als Varianten geprüft.
Wirtschaftlichkeit: Die Wirtschaftlichkeitsberechnung basiert auf der VDI-Richtlinie 2076. Das heißt: Investitionen werden über Zinssatz und Lebensdauer annualisiert, inklusive Ersatzbeschaffungen, Restwerten und Wartungskosten. Die Berechnung erfolgt aus Betreibersicht; Zahlungen der Gebäudebesitzer gelten als Erlöse. Es handelt sich also um eine betriebswirtschaftliche und nicht um eine volkswirtschaftliche Betrachtung. Es werden auch zur Verfügung stehende Fördermittel betrachtet.
Klimaschutz: Für die Beurteilung der Versorgungssysteme ist neben der technischen Machbarkeit und der Wirtschaftlichkeit auch der Beitrag zum Klimaschutz ein entscheidendes Kriterium. In dem Kapitel zum Klimaschutz werden die zu erwartenden CO2-Emissionen dargestellt.
Fazit mit Umsetzungsempfehlung: Die Varianten werden anhand der Ergebnisse der vorhergehenden Analyse gegenübergestellt und es wird die für die Zielsetzung beste Variante ermittelt. Die Varianten werden dabei nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ anhand einer Bewertungsmatrix verglichen. Ein Zeitplan und nächste Schritte konkretisieren die Umsetzung.
Übrigens: Diese Konzeptionierung alternativer Versorgungsvarianten kann auch Bestandteil eines integrierten Quartierskonzeptes sein. Sie planen bereits ein Wärmenetz oder haben ein Prüfgebiet aus der Kommunalen Wärmeplanung? Auch hier kann ein Energieversorgungskonzept der erste Schritt in Richtung Umsetzung sein, als Machbarkeitsstudie gefördert über die Bundesförderung effiziente Wärmenetze.
Wie läuft die Zusammenarbeit mit beks ab?
Nach einem kurzen Auftakt zur Klärung der Aufgabenstellung und Zielsetzung übernimmt beks die Datenerhebung, Prüfung und Auswertung. Auftraggebende erhalten ein ausführliches Konzept als Bericht, inklusive einer Erläuterung der Ergebnisse. Auf Wunsch unterstützt beks auch bei der Ableitung konkreter Maßnahmen und deren Kommunikation an Gremien oder die Geschäftsführung.
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